KIGGS-Studie (Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland, 2003 – 2006)
Der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) ist eine Studie des Robert Koch-Instituts zum Gesundheitszustand von Kindern und Jugendlichen im Alter von 0-17 Jahren. Ziel der Studie ist es, umfassende Daten zur gesundheitlichen Lage von Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu erheben, zu analysieren und die Ergebnisse an die Politik, die Fachwelt und die allgemeine Öffentlichkeit weiter zu geben. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, den Wissensstand über den Gesundheitszustand der Kinder und Jugendlichen in Deutschland zu verbessern. Sie sollen helfen, Problemfelder und Risikogruppen zu identifizieren, Gesundheitsziele zu definieren und Ansätze für Hilfsmaßnahmen (Interventionen) und Vorbeugung (Prävention) zu entwicklen und umzusetzen.
Alles Wissenswertes über die KIGGS-Studie ist unter www.kiggs.de zu finden
"Trinkfit"
Die "Trinkfit"-Studie untersucht, ob ein verbessertes Trinkverhalten eine altersgerechte Gewichtsentwicklung bei Kindern unterstützt. In der Studie kommen alle Bestandteile der Aktion zum Einsatz und werden im Schulalltag erprobt. Die Ergebnisse und Erfahrungen fließen im Anschluss wieder in das Aktionskonzept und die Unterrichtsmaterialien ein. Das Know-how kommt so über "Trinkfit – mach mit" Schülern und Lehrern in ganz Deutschland zugute.
Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz unterstützt die Studie und die Aktion "Trinkfit – mach mit" finanziell und ideell.
Weitere Informationen bekommen Sie unter http://www.trinkfit-mach-mit.de/index.php?id=7
EsKiMo: Ernährungsstudie als KiGGS-Modul
Von Januar bis Dezember 2006 wurde bundesweit die Ernährung von Kindern und Jugendlichen ausführlich erfasst. Hierzu wurden repräsentativ für Deutschland 2.506 Mädchen und Jungen im Alter von 6 bis 17 Jahren, die bereits am Kinder- und Jugendgesundheitssurvey „KiGGS“ teilgenommen haben, befragt. Dadurch können die bereits erhobenen Gesundheitsdaten (wie Gesundheitsstatus, Lebensumstände oder sozioökonomische Parameter) mit den neuen Ernährungsdaten verknüpft werden.
Die Studie wurde vom Robert Koch-Institut in Zusammenarbeit mit der Universität Paderborn, Fachgruppe für Ernährung und Verbraucherbildung, durchgeführt und vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) finanziert. Es wird sowohl eine Auswertung auf Lebensmittelebene (z.B. Obstverzehr) als auch in Bezug auf einzelne Nährstoffe erfolgen. Auf Grund der Verwendung der gleichen Erhebungsmethodik wie bei der Nationalen Verzehrsstudie II werden außerdem Vergleiche der Ernährung zwischen Kindern und Erwachsenen möglich.
Je nach Alter des Kindes wurden unterschiedliche Methoden angewendet. Die Eltern der 6- bis 11-Jährigen werden gebeten, für ihr Kind ein Ernährungstagebuch zu führen. Sie sollen an drei Tagen notieren, was ihr Kind isst und trinkt. Gleichzeitig wurde erfasst, wo und wann etwas verzehrt wurde. Dieser Teil der Studie wurde von der Universität Paderborn geleitet.
Die 12- bis 17-jährigen Teilnehmer von EsKiMo wurden zu einem persönlichen Interview eingeladen. Mit Hilfe eines Computerprogramms wurde der übliche Verzehr zu den einzelnen Mahlzeiten, bezogen auf die letzten 4 Wochen, standardisiert erfasst. Die Interviewerin konnte aus einer umfangreichen Datenbank mit mehr als 11.000 Lebensmitteln und Getränken auswählen. Zur Abschätzung der verzehrten Menge standen verschiedene Hilfsmittel zur Verfügung. Dazu gehörten ein Mustergeschirr sowie ein Fotobuch mit unterschiedlichen Portionsgrößen für einzelne Lebensmittel.
Zusätzlich wurde bei den älteren Teilnehmern erneut ein Verzehrsfragebogen eingesetzt, der bereits bei „KiGGS“ ausgefüllt wurde. Dadurch werden zeitliche Vergleiche möglich.
Erste Ergebnisse sind im Forschungsbericht veröffentlicht.
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